Samstag, 19. Juli 2014

9. Depesche: Alpenglück



Gestern Bergankunft am Hausberg von Grenoble, der Hai von Messina machte oben in Chamrousse den Sack zu, Vincenzo Nibal stellte seine Überlegenheit als Kletterer unter Beweis. Das gilt es heute zu festigen, denn heute ist Königsetappentag, es geht über das Dach der Tour 2014, den Izoard, Bergankunft dann in Risoul.




Etappenstart ist in Grenoble, einiges über die Alpenmetropole war hier gestern zu lesen (klick). Für mich war die Stadt schon öfter Zwischenstation für Reisen in den Süden. Man kommt von hier relativ schnell in die Provence, auf der herrlichen N85, der berühmten Route Napoléon bis Grasse und ans Mittelmeer. Oder über die N75 über den Col de la Croix-Haute und dann weiter bis Sisteron an den Grand Canyon etc. All das würde hier schon in den vergangen Jahren ausführlich beschrieben (klick). Die Fahrer haben heute anderes vor, sie lockt nicht der Süden, sie wollen nicht ans Meer, sondern in die Hochalpen.

Es geht durch das Tal der Drac bis Bourg d'Oisans, dann hinauf auf den Col du Lautaret. Da war ich mal im Jahr 2010, von Briancon kommend. Das ganze Jahr über erinnern große Metallrennräder an die Tour de France. Für Pflanzenfreunde wurde dort auch ein Jardin Alpin angelegt. Wir haben damals auf der Passhöhe den Abzweig zum Galibier genommen, da geht es dann nochmal 600 Höhenmeter weiter rauf. Die Tour läßt das aber in diesem Jahr aus und nimmt den Weg bergab in Richtung Briancon.





Die alte Festungsssatdt Briancon liegt auf 1300 Metern Höhe. Absolut beeindruckend die Cité Vauban (klick) mit ihren dicken Mauern und Falltoren. Innerhalb jede Menge Restaurants, die die typischen kräftigen, gerne von Käse dominierten Gerichte Savoyens anbieten. Alle möglichen Arten von Kartoffel-, Wurst-, Käsekombinationen sind die sättigende Kost für Bergfreunde. Die Höhenluft macht hungrig. Wir waren im Passé Simple, es gab Raclette "à l ´ancienne" mit kleinem Schmelzöfchen auf dem Tisch. Dazu schmeckte ein frischer Weißwein aus Savoyen.


Briancon, alte Festungsstadt auf 1300 Meter



Grande Rue in der Oberstadt
Raclette "à l ´ancienne"



Von Briancon folgt man Richtung Süden beqeum dem Tal der Durance und erreicht nach kurzer Fahrzeit den Lac de Serre Poncon. Auch hier ging die Tour schon oft drüber, ich kenne die Gegend von einigen Fahrten (klick hier). Von dort wäre es nur noch ein Katzensprung und man ist in Sisteron, dem Tor der Provence.
Doch es wäre nicht die Königsetappe, ließe man die Fahrer heute einfach so bergab in den Süden fahren. Also geht es von Briancon hoch auf den Col d’Izoard, ein Übergang der HC Kategorie, ein absoluter Klassiker der Tour, wurde schon 34 mal gefahren. Dann runter ins Durance-Tal und auf der anderen Seite gleich wieder rauf zur Bergankunft ins Skigebiet von Risoul.




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