Montag, 4. Juli 2011

Etappe 3: OLONNE-SUR-MER - REDON 198 km



Torsten (Priorat) Hammer schreibt zu den Etappen über seine vielfältigen Reise-und Genusserfahrungen

Nach wie vor für mich persönlich unbekanntes Frankreich, obwohl diese Lücken hier oben mal geschlossen werden müssten… Aber immerhin ist das ähnlich weit weg wie Südfrankreich für mich und das hat meist die größere Anziehungskraft gehabt. Grad an solchen Tagen wie an dem verregneten ersten Juliwochenende mit kaltem Wind, wünscht man sich eher gen Süden… Wünschen wir den Fahrern wenig atlantische Tiefausläufer.

Es geht wieder durch Weinbaugebiete, zunächst haben wir Unmengen an mit Muscadet bestandenen Hektaren – um Saint Philibert de Grandlieu haben wir hier auch eine höherwertige Anbauzone. Leider hab ich bislang zu wenig Muscadet-Weine getrunken, die „haften blieben“. Mancher einfache Muscadet zum Fisch, die „Nordsee“-Kette lässt grüßen, war nicht der schlechteste Wein meines Lebens. Aber Jubel und Begeisterung kommt wohl erst vor Ort, wenn man mit dem Hachette unterm Arm die besseren Erzeuger direkt besucht. Es soll ja auch hervorragend reifende Muscadets geben…


Das Pay de Retz ist dann eine eher Vin de Pays Region. Freunde hatte vor Jahren mal einen ebenso akzeptablen wie auch günstigen Wein aus der Retz – Gegend mitgebracht, aber auch das ist nichts, wo man in Deutschland nach suchen müsste. Vor Ort sicher als Regionalwein ganz gut, aber wozu soll man das massig ins Ausland „verschiffern“. Ich tat die zwei Flaschen als preisgünstige Exoten ab, die nicht wehtun. Indes, wahre Begeisterung sieht anders aus.

Ach ja, Fisch und Meeresfrüchte wäre auch mal wieder was. Aber als Kompromiss was aus der Tiefkühltruhe fischen, nein. Auch nicht das wahre. Als bleib ich Wein- und Küchentechnisch da, wo ich mich wohler fühle – im Priorat…


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