Sonntag, 24. Juli 2011

Schlußwort vom Priorat - Hammer: Paris

Torsten (Priorat) Hammer schreibt zu den Etappen über seine vielfältigen Reise-und Genusserfahrungen


Paris !
Ist für mich immer wieder eine Reise wert, man kann die Stadt wunderbar zu Fuß durchqueren, es wird nie langweilig oder uninteressant, ein kompaktes Zentrum voller sehenswerter Bauten und Plätze… Ob vom Gare du Nord zu Fuß zum Gare de Montparnasse oder vom Gare de Lyon zur Arc de Triomphe – Paris fordert zum Großstadtwandern regelrecht heraus…
Eine Radtour beendet habe ich hier noch nicht, aber eine begonnen. 1997 machte eine sehr gute Freundin ein Auslandssemester in Paris und hatte eine kleine Butze ganz in der Nähe des Jardin du Luxembourg. Ich konnte in diesem Jahr erst im November Urlaub nehmen und startete meine kleine Tour de France in Paris. Per Bahn erreichte ich die Stadt, es gab seinerzeit einen Zug von Strasbourg aus, der Räder mitnahm, nicht die direkte Anreise für mich, aber was will man machen… 
Einige Tage verlebte ich natürlich vor dem „scharfen“ Start in Paris, an einem Nachmittag fuhr ich mit Sabine hinaus zum Château und Bois de Vincennes, an dem die Radler auf dem heutigen Weg nach Paris auch durchgekommen sind.

Ansonsten sollte man auch als Radler in Paris einfach nur mitschwimmen, wenn man durch die oder aus der Stadt heraus will, man hat ja weder gesperrte Straßen noch Ampeln mit Dauergrün. Ein bissel Ortskenntnis zu Fuß ist schon erstmal von Vorteil, um die richtige Ausfallstrecke zu finden.
Für mich war es damals doppelt einfach – zunächst ist der Tour de Montparnasse fast immer zu sehen und dann hat man schon mal die richtige Richtung gen Porte d´ Orleans und zum zweiten gab es damals weit weniger Autobahnen und Schnellstraßen. Auch meine Strecke in Richtung Étampes, Pithiviers nach Orleans war damals von der Orientierung her problemlos als Radfahrer zu machen, heute wird die vierspurige Schnellstraße vielleicht für den Normalradler gesperrt sein und man muss viele Umwege über kleine Straßen in Kauf nehmen.
Klar war das mit dem Verkehr auch damals schon nervig, eigentlich hieß es nur immer zusehen, über die Ampeln zu kommen und dann Kopf runter und nicht nachdenken, bis man dann aus dem Großraum Paris raus ist. Komischerweise habe ich an das Stück bis Étampes auch gar keine Erinnerungen mehr. Andererseits muss ich auch eine Lanze für den französischen Autofahrer brechen, denn ich fühlte mich als Radfahrer selbst in dieser heiklen Gegend immer respektiert und wahrgenommen.
Damals ging es für mich über Orleans, dann die Loire aufwärts, später über das Beaujolais – Gebiet bis in die Weinberge der nördlichen Rhône und dann hinüber nach Voiron unterhalb des Chartreuse – Gebietes. Nach einem Zwischenstopp dort (auch hier machte ein guter Freund ein Auslandspraktikum) ging es dann über Bourg en Bresse, das Jura und im Doubs – Tal, weiter über Mulhouse wieder nach Deutschland zurück. Das Ganze als Einzel“zeit“fahren mit vielen schönen Zwischenstopps. Frankreich lädt halt nicht nur zum Durchrasen ein…

In diesem Sinne danke für das Lesen auch in diesem Jahr und auf eine neue Tour in 2012.



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